Museum Bezau

Alt trifft Neu, Vergangenheit trifft Gegenwart — und wer versteht, was GADÔ bedeutet, versteht auch, warum ein Besuch im Museum Bezau hierher gehört.

Kultur

Ein modernes Holzhaus steht auf einer grünen Wiese, umgeben von bewaldeten Bergen mit leichtem Nebel und Wolken am Himmel.
©Dominic Kummer

Das Museum Bezau liegt nur ein paar Minuten zu Fuß vom GADÔ entfernt — und wer dort reingeht, versteht den Bregenzerwald ein bisschen besser.

Das Haus selbst ist schon ein Exponat: ein historisches Bregenzerwälder Bauernhaus, erweitert durch einen modernen Zubau der Architekten Innauer Matt. Zwei architektonische Welten unter einem Dach, die sich überraschend gut vertragen.

Drinnen spannen sich vier Erzählrahmen auf. Bregenzerwälder Wohnkultur — und damit auch die Herkunft unseres Namens: Der typische Wohntrakt eines alten Hauses hier bestand aus der Kuche, der Stubô und dem Gadô. Dem Elternschlafzimmer. Daneben erzählt das Museum von den Frauen im Bregenzerwald und ihrer handwerklichen Stärke in Stickerei und Tracht, von den Barockbaumeistern, die nach dem Dreißigjährigen Krieg ganz Europa mitgebaut haben — und vom Selbstbild einer Region, die schon immer wusste, wer sie ist.

Noch bis April 2027 läuft die Sonderausstellung „Foto Hiller. Bildgeschichte Bregenzerwald." — hundert Jahre Regionalgeschichte in Bildern, festgehalten von einer Fotografenfamilie, die das Tal und seine Menschen über Jahrzehnte dokumentiert hat. Sehenswert.


Geschrieben von @bussi_lisi

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